ISG- warum tust du weh? Kleines Gelenk - große Wirkung!

ISG Blockaden sind nicht schön aber noch lange kein Grund zur Panik. Es ist die Einladung des Körpers sich achtsam und neugierig mit dem eigenen Beckenraum auseinanderzusetzen. Was ist denn eigentlich das ISG? Warum blockiert es? Wie kann Faszientherapie helfen und was kann man selbst tun?

Man könnte meinen, dass ein Gelenk, bei dem man  eine Lupe braucht um es zu sehen, nicht wirklich von Bedeutung wäre. Doch wie so oft, haben die kleinen Dinge große Wirkung. Ein Tritt ins Leere, eine blöde, ruckartige Bewegung und schon ist es passiert: Ziehende Schmerzen, die ins Bein ausstrahlen oder fiese Bewegungsblockaden im unteren Rücken, sind die  typische Folge einer ISG- Blockade.  Wird die Ursache nicht rechtzeitig behoben, kann daraus ein chronischer Schmerzkreislauf entstehen.  Menschen können schier daran verzweifeln.

 

Angeregt durch eine Klientin, die mit einem über Jahre chronifizierten Schmerzsyndrom im unteren Rücken zu mir kommt, begann ich mich noch einmal intensiv mit dem ISG auseinanderzusetzten. Ehrlichgesagt hatte ich zu diesem kleinen, fast unscheinbaren Gelenk am hinteren oberen Teil des Beckens nicht die innigste Beziehung. Mir war es fremd. Irgendwie kompliziert und undurchsichtig.  Irgendwas sträubte sich in mir, diesem Gelenk auf die Spur zu kommen, obwohl es auch bei mir regelmäßig knackte und krachte, wenn ich mich bewegte.

 

25 % Prozent der Beschwerden im unteren Rücken gehen aufs ISG Gelenk zurück. Da lohnt es sich einmal ganz genau hinzusehen.

 

Mein ISG Gelenk läuft übrigens auch wieder wie geschmiert, seit dem ich weiss, wie es funktioniert. Weiter unten verrate ich Dir meinen absoluten Geheimtipp für akute ISG Beschwerden!

 

Aber zunächst einmal möchte ich, dass Du das ISG- Gelenk verstehen lernst. Denn so machen die Übungen viel mehr Sinn.

 

Was ist denn eigentich das ISG?

 

Iiosacralgelenk.  Wie der Name schon sagt handelt es sich hierbei um ein Gelenk zwischen dem Ilium (Darmbein) und dem Sacrum (Kreuzbein) auf der Rückseite des Beckens.  Es gibt zwei Stück davon. Auf  jeder Seite eins. Es verbindet sozusagen die Wirbelsäule mit dem Becken. Da es von festen Bandstrukturen umgeben ist, wird es als das  am wenigsten bewegliche Gelenk im menschlichen Körper bezeichnet. Es hat eine Besonderheiten: Es ist fest verbändert und gleichzeitig höchst Flexibel.

 

 

 

Wie funktioniert das ISG?

Das ISG spielt eine zentrale Rolle für den aufrechten, geschmeidigen Gang. Durch seine stabilisierende und gleichzeitig flexible Eigenschaft ermöglicht es, dass sich die beiden Beckenschaufeln gegenläufige bewegen können. Es ermöglicht, dass wir das eine Bein beugen und gleichzeitig das andere strecken können, ohne dass unser Becken dabei die "Grätsche" macht. Hätten wir diese Feinjustierung im hinteren oberen Abschnitt unseres Becken nicht, so würde unser Gang abgehackt, holprig und irgendwie unelegant wirken. Treppensteigen, Bergsteigen, Fahrradfahren wäre schier unmöglich. Hinsetzen wäre unmöglich.

Damit wir  im Oberkörper nicht abknicken, erfordert das  eine hohe Koordinations-  und Stabilisationsleistung von den inneren Muskeln in Bauch, Beckenboden und Rücken. (Man spricht auch von Kernmuskeln oder intrinsischer Muskulatur)

 

Was sind die Aufgaben des ISG?

Dieses Gelenk verteilt Bewegungsenergie von den Beinen durchs Becken in die Wirbelsäule bis hoch zum Kopf. Und vom Oberkörper durchs Becken hinunter in die Beine. Vergleichbar mit einer Autobahnkreuzung. Es koordiniert Bewegungsenergie die aus unterschiedlichen Richtungen kommt, und verteilt diese gleichmäßig über den ganzen Körper. 

 

Durch seine hohe Stabilität und gleichzeitig Flexibilität ermöglicht das ISG bei  der Geburt, dass das Kindsköpfchen durchs  Becken passt.

 

Das Dilemma.  Das ISG ist oft nicht die Ursache der Störung. Es schmerzt zwar dort, es badet oft einfach Dinge aus die weiter unten in den Beinen stattfinden. Zum Beispiel kann ein blockiertes Sprunggelenk sich aufs ISG auswirken.

 

Was löst eine ISG Blockade aus?

- Langes Lümmel vorm PC oder die bequem übereinander geschlagenen (überkreuzten  Beine)  begünstigen ein Verhaken des Gelenks.

- Beinachsenfehlstellungen und Beckenverdrehungen haben eine empfindliche Auswirkung auf die Position  und die Funktonalität des ISG.

- Verspannte Muskeln im Po oder inaktive Beckenboden und Lendenmuskulatur können es ebenfalls aus seinem Bett ziehen.

- Schwangerschaft und Geburt kann eine große Belastungsprobe für das ISG sein.

 

Was kann man also tun?

Die meisten Menschen gehen davon aus, dass das ISG-Gelenk ein isoliertes, einsames Gelenk ist, dass man nur zu reponieren braucht, damit wieder Ruhe herrscht. Wenn es das erste Mal Probleme macht und man noch jung ist, kann ein gekonnter fachmännischer Ruck, das Gelenk wieder in sein Bett bringen.

Aber was ist, wenn  sich unser "Fahrgestell" über Jahrzehnte schon eingefahren hat? Wenn wir Kinder zur Welt gebracht, oder Verletzungen und Operationen an Beckenboden, Knie und Hüfte Spuren im Körper hinterlassen haben? Dann ist es mit dem bloßen Einrenken leider nicht mehr getan.

 

An dieser Stelle muss ich ein bisschen tiefer gehen, um zu verstehen, was man tun kann:

Das ISG ist Teil einer ausgeklügelten Beckenkonstruktion. Im Becken gibt es insgesamt 5 Gelenke. Damit alles rund läuft und nichts blockiert, müssen alle 5 Gelenke in einem harmonischen Miteinander arbeiten. Kleinste Abweichungen im ISG, durch ein verschobenes Kreuzbein oder verdrehte  Beckenschaufeln,  haben massive Auswirkungen auf die Gesamtstatik des Körpers. Deswegen ist es so wichtig, eine neue Balance in die Beckenorganisation zu bringen.

 

Die 5 Gelenke des Beckens:

-  zwei Hüftgelengke

- zwei  ISG Gelenke

- ein Schambeinfugengelenk

  

Die Knochen des Beckens:

- Darmbeine (Os Ilium)

- Hüftpfanne (Os coxae)

-Sitzbeinkochen (Tuber ischiadicum)

-Kreuzbein (Os Sacrum)

- Schambein (Os Pupis)

- Steißbein (Os cytogaeum)

 

 

Und dann gibt es da noch die Muskeln des Beckenbodens und die der beckenumliegenden Muskulatur.

die Namen spar ich mir mal an dieser Stelle.

 

Auf den ersten Blick sind das eine Menge verschiedener Bauteile. Und ja, um alles zu verstehen braucht es ein bisschen mehr als einen oberflächlichen Blick. Der Grand Canyon ist ja auch nicht auf den ersten Blick zu begreifen. Die Natur, ebenso wie der menschliche Körper sind von atemberaubender Schönheit und sie verdienen es einfach, dass man sich intensiv mit ihnen auseinander setzt.

Mit dem Cran Canyon verhält es sich wie mit dem ISG Gelenk. Bei beidem muss man verweilen, damit man es erfassen kann.
Mit dem Cran Canyon verhält es sich wie mit dem ISG Gelenk. Bei beidem muss man verweilen, damit man es erfassen kann.

Aber keine Sorge, was nach viel klingt ist in Wirklichkeit ganz einfach zu lernen und macht dazu noch Spaß!

 

Als aller erstes heisst es erst einmal die  knöchernen  Bauteile am eigenen Körper kennenzulernen.

Schon allein durch die Schulung einer feineren, sensibleren Körper- und Bewegungswahrnehmung kann eine neue Balance in der Beckenorganisation entstehen. Denn dort, wo die Aufmerksamkeit hin geht, entsteht Energie und der Körper kann mit der Selbstregulation beginnen.  

 

Die meisten meiner Klienten sind erstaunt, wie wenig  Ahnung sie eigentlich von dem knöchernen Bauplan ihres Beckens haben und was achtsame Körperwahrnehmung für heilende Kräfte hat.

Umso erstaunter sind sie, wenn sie merken, dass sich das Becken beim Gehen ja mit bewegen kann. Wenn ich weiß, dass sich der Sitzbeinhöcker nicht  irgendwo an der Stirn sondern am unteren Teil des Beckens befindet und beim Gehen nach vorne und hinten pendelt ist das schon mal die halbe Miete. Hab ich innerlich lokalisiert, wo der Sitzbeinhöcker sitzt, so kann ich darauf achten, dass ich beim Sitzen seinem Namen alle Ehre mache. Wenn ich lerne auf beiden Sitzbeinhöckern auf dem Bürostuhl zu sitzen, dann kann das Kreuzbein atmen und das ISG wird nicht unnötig belastet.

 

Merke: Sitzen auf den Höckern erzeugt ein freies Beckengefühl.

 

2. Kenne ich die Knochen dann geht´s um die Muskeln

Wenn ich alle knöchernen Bestandteile innerlich zu ordnen kann, dann kann ich mich den Muskeln des Beckenbodens zuwenden. Und was man damit alles anstellen kann, ist schier unglaublich.

 

Der Beckenboden ist der Dirigent der aufrechten Körperhaltung! Hierüber werde ich noch einmal ein extra Thema schreiben.

 

Wenn Du einmal weißt, wie die einzelnen Knochen und Muskeln in Beziehung stehen und wie sich so ein Becken bewegen kann, dann ist es ganz einfach an den faszialen Strukturen zu arbeiten, die ein freies  Zusammenspiel der Gelenke blockieren. So können Achsenfehlstellungen der Beine, und Verdrehungen erkannt und behoben werden. Meine Klienten wissen irgendwann  was sie tun müssen, um ein verdrehtes Becken selbst zu korrigieren. Sie spüren schneller, wenn wieder etwas nicht ganz rund läuft und können sich selber helfen.

 

Um es auf den Punkt zu bringeISG Blockaden sind nicht schön aber noch lange kein Grund zur Panik. Es ist die Einladung des Körpers sich achtsam und neugierig mit dem eigenen Beckenraum auseinanderzusetzen. Schlechte Bewegungsgewohnheiten können erkannt und verändert werden. Neue Bewegungen und die Schulung der Körperwahrnehmung helfen ISG Problematiken selbst zu behandeln. Der Lohn für die ganze Mühe ist eine frei bewegliches Becken kombiniert mit einem entspannt-sinnlichen Lebensgefühl.

 

Mein Tipp für akute ISG Beschwerden: Rolle die Adduktoren mit der Faszienrolle aus. Und zwar schön oben an den Ansätzen des Beckens. Das wirkt wunder! 

 

So machst Du das:

 

Wenn Dein linkes ISG hakt, dann lege Dich auf die rechte Seite auf den Boden. Das linke obere Bein winkelst Du im 90 grad Winkel an und legst Dein Knie auf die Rolle. Dann verlagerst Du Dein Körpergewicht langsam auf die Rolle, so dass Dein Innenschenkel auf die Rolle gedrückt wird. Rolle langsam Richtung Becken und suche Stellen, die fest sind und verweile dort 5 bis 10 Atemzüge. Rolle bis ganz hoch zu den Ansätzen. Dazu musst Du das Gewicht des Oberkörpers etwas nach vorne verlagern, dass der Bauch richtung Boden zeigt. 

  

Wenn Du richtig gerollt hast, solltest Du eine deutliche Erleichterung im unteren Rücken spüren.

Eventuell auf der anderen Seite Widerholen.

 

Bleib neugierig!

 

Bis bald Larissa

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Kommentare: 17
  • #1

    Bianka Pinke (Sonntag, 24 Februar 2019 02:44)

    Hallo, ich bin so froh auf deiner Website gelandet zu sein! Seit über einem Jahr habe ich zunehmende massive Probleme mit der ISG Blockade ! Weder der Orthopäde noch der Osteopath konnte mir bisher anhaltend helfen! Habe zwar die Faszien der Oberschenkel Außenseite mit der Blackroll behandelt, aber nicht die Innenseite! Vielen Dank für deinen Tipps
    Lg Bianka

  • #2

    Melanie Kraemer (Freitag, 05 Juli 2019 16:18)

    Hallo, leide seit über 4 Monaten unter Schmerzen im Schambereich, den Leisten, Innenseiten der Oberschenkel und Unterbauch. Die Schmerzen kamen über Nacht, dem ging nichts voraus. Alle Untersuchungen, MRT, CT, Knochensinzigraphie ergaben keinen Befund. Kann dies auch mit dem ISG zu tun haben?

  • #3

    Faszienatelier (Montag, 08 Juli 2019 11:46)

    Hallo Frau Kraemer, die Schmerzen die sie beschreiben, können vom ISG-Gelenk oder auch von einem inaktiven Beckenboden oder verkürzter Psoasmuskulatur herrühren.
    Da müsste man sich auch sicher mal die Haltung ihres Beckens genau ansehen, ob eventuelle Fehlhaltunge sichtbar sind. Gehen Sie doch mal zum Therapeuten ihres Vertrauens und lassen das abklären. Ich wünsche Ihnen alles Gute!

  • #4

    Klaus (Dienstag, 15 Oktober 2019 15:50)

    Eine Skizze oder ein Video wären hilfreich.

  • #5

    Faszienatelier (Mittwoch, 16 Oktober 2019 09:40)

    Hallo Klaus, vielenDank für deine Anmerkung! Eine Skizze hab ich hinzugefügt. Ich hoffe daraus wird die Übung mit den Adduktoren deutlicher. Ein Video kommt bestimmt bald.

  • #6

    Ellen (Mittwoch, 23 Oktober 2019 08:52)

    Die Skizze ist aber seitenverkehrt, oder? Sonst versteh ich es nicht.
    Fragen zum Problem:
    1. Was sind die wichtigsten Vorbeuge-Maßnamen gegen ISG-Blockaden?
    2. Welche homöopathischen Mittel können die Heilung unterstützen?
    Vielen Dank im Voraus!

  • #7

    Faszienatelier (Donnerstag, 24 Oktober 2019 13:57)

    Hallo Ellen, das war seitenverkehrt gezeichnet, das hast Du ganz richtig gesehen. Ich habs im Text verändert, so müsste es jetzt passen.

    Vorbeugende Maßnahmen sind:
    1. Nicht mit überschlagenen Beinen und gleichzeitig mit Buckel am Schreibtisch sitzen.
    2. Bauchmuskeln und Beinrückseiten regelmäßig dehnen
    3. Sanfte Rotationen in der Lendenwirbelsäule üben.
    3. Wenn es hakt und zwickt dann am besten gleich in Behandlung gehen und nicht erst Wochen warten, bis es "von alleine" verschwindet.

    Zu Frage 2. Mit der Gabe von Homöopathischen Mitteln kenn ich mich zu wenig aus. Am besten mal den Heilpraktiker fragen.
    Ich hoffe ich konnte Dir weiterhelfen!
    VG

  • #8

    In Wa (Samstag, 26 Oktober 2019 13:31)

    Hallo und danke für die tollen Erklärungen!

    Ich habe noch eine Verständnisfrage:

    Warum muss ich den linken inneren Oberschenkel bearbeiten, wenn das rechte ISG blockiert?

    Liebe Grüße

  • #9

    Faszienatelier (Montag, 28 Oktober 2019 11:50)

    Also ich muss schon sagen, ich bin ganz begeistert, wie genau mein Blogartikel gelesen wird! Meine seitenverkehrte Skizze hat meine Übungsbeschreibung mit rechts und links etwas durcheinander gewirbelt. Ich hab es nochmal im Text korrigiert und so stimmt es jetzt!

    Also, wenn das linke ISG schmerzt, dann mit dem linken Bein auf die Rolle...


    Viele liebe Grüße
    Larissa


  • #10

    In Wa (Montag, 28 Oktober 2019 20:59)

    Super, vielen Dank!

    Dann werde ich das jetzt mal testen :)

  • #11

    Kerstin (Sonntag, 17 November 2019 20:30)

    Hallo liebe Larissa,
    Ich suche schon seit Wochen nach brauchbaren Informationen zur ISG Blockade.
    Ich eiere mittlerweile seit 4 Monaten herum.
    Ich habe Schmerzen in der Außenseite des Oberschenkels bis ins Knie, dem Hüftgelenk und am schlimmsten in der Leiste. Es fühlt sich an, als wäre etwas eingeklemmt. Ich bin komplett ratlos. Schmerzmittel helfen nicht. Mittlerweile habe ich mir eine hinkende Schonhaltung antrainiert, die es eigentlich noch schlimmer macht, da nun irgendwie alles links verzogen ist....
    Vielleicht hast du ja noch einen Rat für mich??
    Beste Grüße, Kerstin �

  • #12

    Stephanie (Sonntag, 17 November 2019 23:27)

    Kerstin,....Du beschreibst genau den Schmerz, den ich auch seit 4 Tagen habe. Jeder Schritt tut nur noch höllisch weh!
    Nun habe ich durch Zufall festgestellt, wenn ich in gebückter Haltung laufe,...und ich meine richtig gebückt, dann ist der Schmerz weg.
    Ich werde auf jeden Fall noch einen Orthopäden aufsuchen aber für einen Rat oder eine eventuelle Idee
    wie das zusammen hängen könnte wäre ich außerordentlich dankbar.
    Viele liebe Grüße
    Stephanie

  • #13

    Faszienatelier (Donnerstag, 21 November 2019 15:20)

    Liebe Kerstin und Stephanie. Das kling als ob da das ISG oder nach einer Blockade in L3 L4, L5. Allerdings möchte ich von "Ferndiagnosen" abstand nehmen, so dass nur ein Fachkundiger Blick vom Orthopäden und anschließend Therapeuten Klarheit bringt.

    Gebt mal bei googel Bilder "dermatome" ein, dann seht ihr eine schematische Darstellung von den Hautarealen, die von den Spinalnerven versorgt werden. Bei Irritationen in einem Hautareal, Ausstrahlung, bizzeln, Taubheit ist der zugehörige Nerv in einem bestimmen segment gereizt. Das schafft eventuell ein bischen Klarheit woher die Schmerzen kommen.

    Viel Erfolg bei der Genesung!

  • #14

    Ulli (Montag, 24 Februar 2020 22:20)

    Hallo!
    Hab eine Frage...hatte ISG Blockade.
    Orthopäde hat manipuliert und gesagt ich solle auch Piriformis dehnen.
    Die typischen Beschwerden haben sich gebessert aber ich habe diesmal auch ein verspanntes Gefühl mit zwischenzeitlicher Taubheit vom äußeren Vaginalrand über den Dammbereich bis zum Anus.
    Dort ist es inzwischen schon leicht eingerissen.
    Kann das auch daher kommen.
    Es ist weniger schmerzhaft aber ein fürchterliches Gefühl.
    Ich war auch noch zur Physiothrapie
    Aber es wird immer schlimmer.
    Und keiner hilft.
    Hast Du einen Tipp...oder kennt das jemand?
    Wäre sehr dankbar wenn sich wer meldet.
    Danke und lieber Gruß Ulli

  • #15

    Isa (Montag, 27 April 2020 19:07)

    Guten Tag, ich bin heute auf Ihre Seite gestoßen und ganz verwundert, dass ich die Innemmuskulatur mit der Fazien Rolle bearbeiten soll. Das beginne ich jetzt. Ich habe Schmerzen seit der Geburt meines Sohnes 2009 im Becken und seit 2018 Schmerzen im fuss sodass ich kaum laufen kann. Der Orthopäde ist ratlos und als letztes riet er mir abzunehmen. Ja da hat er recht aber wenn das so leicht wäre hätte ich kein Übergewicht. Leide nicht nur daran. Meine Frage ist ob das im Fuß aus dem Becken und isg Bereich her führen.kann? Ich bin bei Doc. Der Chirotherapie Mittelwelle in Behandlung und wenn sie l5, s1 behandeln fühlt es sich kurzfristig besser an. Sobald ich aber wieder laufe verspannt sich alles. Klar ich laufe total schief weil ich so Schmerzen habe. Einlagen, Stoßwelle, Übungen, Krankengymnastik, Physiotherapie, Spritze in Fuß und Rücken alles bereits probiert. Hast du eine Idee welche Fazien ich noch für den Fuß bearbeiten kann? Lieben Gruß Isabel

  • #16

    Ulli (Sonntag, 17 Mai 2020 16:09)

    Hallo,
    Ich habe seit einer isg Manipulation
    Schmerzen im Damm und Vaginalbereich , am rechten Beckenkamm und im rechten Bein.
    Kann das zusammenhängen.
    Es ist total verspannt und ich habe nun noch eine Blasenentündung obendrauf bekommen.
    Die Schmerzen sind fast unerträglich.Antibiose läuft.
    Aber ich hab das Gefühl damit allein wird es nicht werden.
    Wäre für einen Rat sehr dankbar.

  • #17

    Faszienatelier (Samstag, 23 Mai 2020 14:19)

    Ihr Lieben, vielen Dank für Eure vielen Fragen. Bitte habt Verständnis dafür, dass ich nicht auf jede einzelne Frage eingehen kann. Die Beschwerden, die viele von Euch schildern klingen nach einer deutlicheren Betrachtung und Untersuchung, als das ich das hier in zwei Sätzen niederschreiben könnte. Manipulationen, vor allem wenn sie auf ein unvorbereitetes Gewebe treffen, können das System verspannen.

    Oft hilft es, wenn man sich auf den Rücken legt und unter den Po links und rechts neben das Kreuzbein zwei weiche Bälle (oder auch Tennisbälle) legt und das Gewicht des Gesäß in die Bälle sinken lässt. Das wirkt entlastend für den Rücken und beruhigend fürs Nervensystem.

    Mein Tipp, sucht Euch in eurer Nähe eine(n) Therapeuten(in) der/die bereit ist sich gezielt mit der Thematik auseinander zusetzen. Da gibt es bestimmt einige Osteopathinnen oder Craniosacraltherapeutinnen oder Faszientherapeutinnen, die Euch unterstützen können.

    Ich habe vor ein Yout tube Videoprojekt ins Leben zu rufen, in dem ich gezielt Fragen beantworte und Übungen vorstelle.
    Falls ihr eine Frage habt, die euch auf den Lippen brennt, dann schickt mir eine email unter praxis@faszienatelier.de sobald ich die Videos veröffentliche sag ich auf der Homepage bescheid.

    Seid achtsam und lauscht in Euch was Euch hilft und was nicht! Ihr alle tragt das Wissen zur Heilung bereits in Euch!

    Viele herzliche Grüße
    Larissa